Hehe Mörser, ich glaub dir gerne, dass du hier der "Erd"loch Spezialist bist. Du hast recht, der Krater sieht wirklich noch aus
wie ein Maulwurfshügel, hatte ich nicht drüber nachgedacht, da ich bisher ja nur auf einer Platte mit einer Höhenebene gebaut habe.
Habe das versenken des Kameraden mal auf die ToDo Liste gesetzt ! Danke für den Hinweis
So, dann mache ich mich mal an den Bericht zu meinem 2. Bastelabend, also Gestern.
Ich habe mit etwas "Beinarbeit" begonnen und zuerst meinen Krater vorbereitet. Dazu habe ich mir vor Ewigkeiten einmal verschiedene
Gussformen gegönnt. Für alle die so etwas nicht haben, ich darf euch leider aus rechtlichen Gründen nicht raten bei
Fantasyladendie 3 Kratermodelle der Firma Amera für knappe 4 Euro zu bestellen, die sich zum ausgießen hervorragend eignen. Das wäre leider eine Anleitung
zum Raubkopieren derer Produkte. Sowas machen wir ja nicht. Aber auch so sind die Amera Produkte empfehlenswert, deswegen hier einmal
der direkt
Link zu den Kratern die ich meine. Sie lohnen sich auch als nicht Schablonen!

Ich jedenfalls began mein Werk mit dem befüllen meiner Schablone mit dünnflüssigem Gips. Dünn deswegen, weil er so besser in die Strukturen der Form läuft und
der Abdruck am Ende deutlich detailierter wird.

Dann habe ich das ganze ca 30 Minuten aushärten lassen, bevor ich Form und Abdruck von einander lösen konnte und schwups meinen fertigen Krater
hatte. Der sieht meiner Meinung nach besser aus als wenn man ihn selber baut ... und vor allem, man ist mit ca. 4 Minuten tatsächlichem Arbeitsaufwand
deutlich schneller ! =)

Während der Gips dabei war zu trocknen, machte ich mich daran die Flächen für meine späteren Geländefelder aus der obersten Schit Depron zu schneiden. Auf
diesem Wege sollte es mir später möglich sein, das Gelände auf meiner doch eher starren Platte einfach aus zu tauschen. Einziges Kriterium für spätere neue
Gländebases ist eine 5 mm Base, aus was auch immer, damit es sich nahtlos an meine Bürgersteige anfügt.
Ich nahm mir also mein Messer, diesmal tatsächlich ein scharfes, und begann testweise mit dem ersten Ausschnitt.

Das Ergebniss war zufrieden stellend, auch wenn ich mir ein Metall Linial der Länge 30cm gewünscht hätte. Mein Plastik Geodreieck mit seinen schwachen 15cm
eignet sich doch nur bedingt als Schnittkante, aber mit etwas Gefühl erreichte ich auch damit ein ordentliches Ergebniss.

Auf dem oben stehenden Bild ist die rechte Seite meiner Spielfeldkachel zu sehen. Hier sollen später ein Mauersegment am unteren Rand als Spielfeldbegrenzung und
oben ein richtiger Gebäudeblock stehen.
Dieses Bild zeigt die Kachel nachdem alle Felder ausgeschnitten wurden. Es sind nun die straßen frei und alle Plätze für Gebäudebases. Die Gebäudebase auf der Linken
Seite der Kachel reicht bis an den Kanal heran. Wer aus Hamburg stammt weis, wie toll Gebäude direkt an einem der Kanäle aussehen können ! =)

Als ich damit fertig war, musste ich zunächst unbedingt meinen Krater schon mal auf die Platte stellen und merkte recht schnell, wie wenig Platz ich eigentlich nur
hatte für das was ich mir auf diesen 60x60 cm vorgenommen hatte. Die Entscheidung dauerte nicht lange, ich schnitt kurzer Hand einen Bereich des Gehweges weg,
der mir ohne hin zu breit erschien.

Und passte darin den Krater ein.

Später werde ich den Krater dann noch im Boden versenken um den Eindruck eines Maulwurfhügels zu mindern! (Danke für den Tipp!) =) Ausserdem habe ich mir
die ausgeschnittene Depronplatte aufbewahrt, so habe ich später ziemlich exakt die Fläche des Gehweges zur Verfügung, der dem Beschuss zum Opfer fiel, um daraus
Schutteile zu bauen.
Nachdem der Krater "fertig" war, wurde es etwas kniffeliger, ich wagte mich an die Brücke. Mein erster Bau mit diesen Materialien, diesen Techniken und vor allem
diesen Anforderungen. Ich gebe zu Muffensausen gehabt zu haben ! =)
Als Vorbild diente mir
dieses Bild. Auch wenn die Größe meiner Brücke deutlich kleiner war, so
gefiehl mir der Stil der Lombardsbrücke aus Hamburg doch ausgesprochen gut und ich war/bin der Meinung, dass dieser Stil gut in das Setting passt.
Ich entschied mich zuerst die Brückenbögen zu bauen, um eine Konstruktion zu haben, auf oder an der ich den ganzen Rest des Bauwerks orientieren konnte.
Ich nahm also mein Depron zur Hand und Zeichnete mir auf, wie der Brückenbogen in etwa aussehen sollte. Wichtig war mir, dass er über den Kanal hinaus reichte
um eine Art Träger zu haben. Die Vertiefungen für diese Träger schnitt ich aus dem Depron des Gehweges aus.
Für das erstellen der Rundung des Bogens benutzte ich eine CD als Vorlage, die geschickt Positioniert schöne Rundungen liefert, auch nicht Kreisförmige !

Aus der so entstehenden Form, fertigte ich noch ein zweites Bauteil an, die am Ende beide aufeinander gelegt so aussahen.

Nach dem ausschneiden der Trägerfassungen in den Gehwegsplatten ergaben diese beiden Teile den ersten wirklich erbärmlichen Eindruck meiner zukünftigen
Brücke !

(hier ist schon ein Prototyp des Pfeilers angebracht)
Um diesen Eindruck möglichst schnell wieder vergessen zu können, baute ich als nächstes die Fahrbahnplatte. Ebenfalls aus Depron 5mm, und schrägte die Enden
leicht an um den Anschein einer Rampe zu erwecken. Da Depron aber nicht sonderlich stabil ist, verstärkte ich diese Platte mit 4 Schaschlickspießen, die ich unter
die Fahrbahn klebte. Jetzt steht sogar ein 1,5 KG Paket Gips darauf, ohne das sich die Platte auch nur verbiegt.


Der nächste Schritt sollte sein die forderen Pfeiler zu bauen, und der Brücke so noch etwas mehr Gesicht zu verleihen.
Hierzu verwendete ich die 2cm Styrodurplatten. Ich zeichnete mit ein 1cm breites Stück auf und schnitt es ordentlich ab. Die Länge war entsprechend der Tiefe
des Kanals + den 5mm der Gehwegplatte gewählt !

Danach makierte ich mir auf der breiten Kante des "Pfeilers" genau die Mitte und flachte wieder mit einem scharfen Messer die von der Brücke weg zeigende Kante ab.

Jetzt schnitt ich mir die Gehwegsplatten für die Brücke. Denn auch hier sollte es Gehwege geben, zugegeben deswegen, damit auch Landraider und LemanRuss
mit ihren Seitenkuppeln über die Brücke passen ^^ ! Danach passte ich den Pfeiler an die Brücke an. Hierzu musste ich die Gehwegsplatten an den Enden etwas
einschneiden, aber auch das war kein Problem. Leider habe ich irgendwie keine Bilder davon gemacht, aber ich denke es ist eh selbst erklärend ! =)
Das Ergebniss sah dann so aus :

Als nächstes komplettierte ich dann den Pfeiler mit je einem weiteren Stück Styrodur, dass ich ebenfalls wieder an der Stirnseite anwinkelte.

Die beiden Stücke des Pfeilers verklebte ich sauber mit einander und schnitt auch hierzu die Gehwegplatte der Brücke zurecht.
Der nächste Schritt war die erste Wasserplatte im Kanal zu positionieren. Hierzu benutzte ich ebenfalls eine Depronplatte, die ich zuerst zuschnitt
und danach mit der RÜCKseite eines Bohres auf die von Wolfgang beschriebene Art und Weise texturierte, also einfach wild drauf los drückte.

Nachdem ich fertig war, legte ich diese Platte schon einmal in den Kanal.
Da ich ohne hin grade dabei war Texturen zu gravieren,machte ich mich als nächstes an die Gravur der Bordsteine. Zum einritzen nutzte ich einen
Kugelschreiber, da mir die Stärke der Rillen so am passensten erschien (Bleistift war mir zu schmal).

Es war zwar etwas fummel Arbeit grade die Schrägen des Gehweges ordentlich hin zu bekommen, aber bei diesem Schritt mochte ich mein Schulgeodreieck dann
doch plötzlich wieder

Zu guter letzt nahm ich mir dann den Bogen der Brücke vor, der dem Vorbild entsprechend auch gemauert sein sollte.

Alles wieder zusammen gebaut (ich habe bis jetzt noch NICHTS von alle dem Geklebt um Fehler besser beheben zu können), sah das ganze dann so aus :

Den restlichen Abend verbrachte ich dann damit das erste Brückengeländer aus FBoard aus zu schneiden, was absolut gar nicht gut ging !
Hier einmal ein Bild der Vollständigkeit halber, ich habs Heute aber schon aus Depron neu gebaut ... deswegen spare ich mir die Details. Die kommen
dann mit dem Bericht zur Finallösung.
Es sei aber so viel gesagt, FBoard eignet sich aufgrund seiner 2 Pappschichten absolut und gar nicht für extremst filigrane Verwinkelungen! Es reisst ein,
wird fransig und doof. Auch mit sau scharfem Messer. Hier habe ich begriffen, warum Wolfgang solche sachen aus Sperrholz aussägt. Dazu fehlt mir nur
leider die Ruhe und das Können und leider auch ein Ort an dem ich Sägemehl produzieren kann. Ich bastel leider an meinem Schreibtisch in der Wohnstube ^^
Naja das Bild :

Mein einziges Fazit für diesen Bauabend ist die Erkentniss, dass FBoard für sehr filigrane Ausschnitte nicht geeignet ist. Ansonsten scheint soweit alles
geklappt zu haben, auch wenn ich mir nach dem bemalen des Models erhoffe, dass man einige Ecken und Kanten in dem Modell etwas weniger sieht.
So bis hier hin erstmal von mir, auch wenn ich Heute schon etwas weiter bauen konnte, darauf gehe ich dann in meinem nächsten Bericht ein, den ich euch hoffentlich
Morgen Abend zur Verfügung stellen kann.
lg Henning