Tutorial: Kleine Mauerruine 1 (für Einsteiger)

Dies ist das erste von drei kleinen Einsteiger-Tutorials, die drei unterschiedliche Wege zeigen, eine kleine Eckruine zu basteln. In der ersten Variante wird die Mauer aus zwei großen Styrodurstücken gebaut und die Steinstruktur wird hinein geprägt.

 


VORBEREITUNG:


Das Material, das ihr für diese Ruine braucht, hält sich in Grenzen:
– etwas Styrodur
– eine alte CD/DVD
– Leim
– (Vogel-)Sand
– (Aquarium-)Kies
– Abtönfarbe (weiß, schwarz)
– statisches Grasstreu.

 


STEP 1:


Die CD/DVD habe ich als Base verwendet, da sie ziemlich flach und trotzdem sehr stabil ist. Für Geländestücke dieser Größe ist sie ideal und dazu ziemlich billig. Die meisten haben eh jede Menge alte Rohlinge zu Hause liegen und falls nicht, bekommt man welche fü ca. 25 Cent – zumindest, wenn man Spindeln mit 50 oder mehr Rohlingen kauft.


STEP 2:


Aus dem 2 cm dicken Styrodur-Stück habe ich einen kleinen Hügel zurecht geschnitten, auf dem am Ende die Mauerreste stehen sollen.
Die Mauern selbst sind ebenfalls aus 2 Styrodurstücken, die ich etwas dünner geschnitten habe – auf ca. 1 cm.


STEP 3:


Als nächstes brauchen die beiden Mauern eine Steinstruktur. Diese habe ich vorsichtig mit einem Bleistift „eingeritzt“. Achtet darauf, dass die Steine an den Enden nicht zu „sauber“ aussehen. Schließlich ist die Mauer an dieser Stelle mal auseinander gebrochen – da entstehen keine geraden Kanten.
Man kann die Fugen zwischen den einzelnen Mauersteinen auch mit einem Cutter-Messer ausschneiden, aber das würde sehr viel länger dauern und sieht nicht unbedingt besser aus.
An den Stellen, an denen die Mauer nachher zusammengesetzt wird, habe ich Lücken rein geschnitten, damit die Mauersegmente ineinander greifen. Sonst würde es später so aussehen, als hätte man zwei einzelne Mauern nebeneinander geklebt.


STEP 4:


Jetzt werden die beiden Mauerteile mit dem Holzleim verklebt und dann auf den kleinen Hügel geklebt. Zwischenzeitlich habe ich noch eine Steinstruktur in den Hügel geritzt, damit es so aussieht, als hätten damals Bodenplatten in dem Gebäude gelegen.


STEP 5:


Damit alles etwas zerfallen und verwildert aussieht, habe ich rund um die Ruine kleine Steine geklebt – die Überreste der Mauer. Diese Steine sind ebenfalls aus Styrodur gefertigt und auch hier solltet ihr darauf achten, dass nicht alles sauber und fein angeordnet aussieht.
Ein kleiner Stein aus dem Garten bringt zusätzlich noch etwas mehr Details in das Gelände.
Neben den großen Steinen fehlt jetzt noch ein wenig feines Geröll. Dieses mache ich immer aus Aquariumkies und feinem Vogelsand. Bestreicht einfach die entsprechenden Stellen ordentlich mit Leim und streut dann den Kies und den Sand darüber.


STEP 6:


Da der Sand gerne mal im ganzen Zimmer rumfliegt, stelle ich die zu bestreuenden Teile immer in eine kleine Kiste (z.B. den Deckel eines Spiels) oder in einen anderen passenden Behälter. In diesem Fall ist das Gelände aber so klein, dass ich es direkt in meine Sand-Kies-Box stellen konnte.
Drückt den Sand, bzw. Kies gut an und lasst das Ganze dann eine Weile trocknen. Später solltet ihr das Gelände gut abklopfen, damit nur der festgeklebte Sand, bzw. Kies hängen bleibt. Sonst habt Ihr nachher den ganzen Sand im Pinsel und das ist ziemlich nervig.


STEP 7:


Nachdem das Grundgerüst steht, folgt die Bemalung. Zuerst grundiere ich alles mit schwarzer Abtönfarbe aus dem Baumarkt. Für ca. 4,- Euro bekommt ihr einen halben Liter, mit dem man schon eine ganze Zeit lang arbeiten kann. Zusätzlich mische ich in der Regel noch etwas Leim in die Farbe. Dadurch hält einerseits die Farbe besser, andererseits wird der Sand dadurch noch besser fixiert.
Ihr solltet übrigens nicht mit der Farbe sparen, denn schließlich sollen am Ende alle Fugen und Ritzen schwarz – also schattig sein.


STEP 8:


Jetzt kommt das Trockenbürsten. Dafür braucht ihr graue Farbe. Ich mische mir diese immer aus weißer und schwarzer Abtönfarbe zusammen.
Nehmt jetzt ganz wenig Farbe auf einen breiten Pinsel und wischt das meiste davon mit einem Haushaltstuch (oder was auch immer) wieder ab, so dass die Borsten fast trocken sind. Dann streicht ihr mit schnellen Pinselstrichen und ganz wenig Druck über das Gelände. Am besten diagonal, damit keine Farbe in die Fugen kommt.Auf diese Weise bemalt ihr nur die höher liegenden Stellen – die Fugen und Ritzen bleiben dunkel.


STEP 9:


Jetzt folgt der letzte Schritt der Bemalung: Bürstet das Gelände noch einmal mit einem sehr, sehr hellen grau (fast weiß) trocken. In diesem Schritt solltet ihr noch weniger Farbe auf dem Pinsel haben und mit nur sehr leichtem Druck arbeiten, sonst landet zu viel Farbe auf den Mauern. Streicht ruhig ein paar mal mehr über das Gelände – das ist besser, als alles mit einem Strich zu versauen.


STEP 10:


Jetzt ist die Ruine fast fertig. Es fehlt nur noch ein wenig Grüzeug drum herum. Dafür verwende ich immer statisches Grasstreu (knapp 2,- Euro pro Beutel). Ihr solltet beim Kauf genau darauf achten, welches Grasstreu Ihr nehmt. Statisches Gras ist sehr fein und hält dadurch wunderbar am Leim. Es gibt aber noch Grasstreu aus grüner Sägespäne, welches nicht nur unrealistisch aussieht, sondern auch sehr viel gröber ist und sich somit leichter wieder ablöst (dieses Grasstreu findet man allerdings nur noch selten).
Streicht die zu begrünenden Flächen wieder mit Leim ein und streut dann das Grasstreu darauf. Wie beim Sand/Kies solltet ihr das Gras festdrücken und dann warten, bis der Leim zumindest angetrocknet ist. Danach klopft Ihr das restliche Gras wieder ab. Zusätzlich reibe ich immer noch über die Grünflächen, damit wirklich nur das festgeklebte Streu hängen bleibt. Sonst fällt später immer wieder etwas ab.
Falls an manchen Stellen der Boden durchscheint, ist das kein Problem. Denn da wir alles grundiert und trocken gebürstet haben, sieht es so aus, als würde zwischen dem Gras der felsige Untergrund durchkommen.

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