Tutorial: eine Bergfestung aus Styrodur


STEP 11:


Um den Wehrgang besetzen zu können, braucht man natürlich eine Treppe. Diese wurde relativ leicht erstellt: Man klebe zwei 2 cm dicke Styrodurplatten zusammen, schneide die Treppe hinein und gebe dem ganzen dann die passende Steinstruktur. Wichtig: Das Steinmuster sollte natürlich in der Höhe zum Rest der Mauer passen.


STEP 12:


Im nächsten Schritt habe ich die Felsen weiter ausgebaut – erstmal nur auf der rechten Seite. Dabei habe ich die feine Struktur, die ich zuvor rein geschnitten hatte, etwas größer gemacht. Ich wollte den Felsen später ein wenig begrünen und da brauchte ich größere Flächen. Erstellt wurden die Felsen wie bisher auch: Einfach Styrodurplatte für Styrodurplatte nach außen bauen. Eine ganz miese Arbeit.


STEP 13 A:


Nachdem der Felsen auf der rechten Seite grob zurecht geschnitten wurde, kam der schmierige Teil: Das Eingipsen. Allerdings ging dies sehr viel einfacher und schneller als ich dachte. Als Gips habe ich übrigens Moltofil benutzt – aufgetragen wurde es mit einem etwa 2,5 cm breiten Pinsel. Dabei habe ich darauf geachtet, dass ich immer wagerechte Pinselstriche mache. Dabei ergeben sich nämlich Rillen, die später sehr schön verschiedene Schichten im Gestein andeuten. Den Pinsel kann man übrigens problemlos wieder benutzen, wenn man ihn gleich nach dem Eingipsen auswäscht.


STEP 13 B:


Wie man sieht, musste ich links eine ganze Menge dran stückeln und Puzzleteile zusammenfügen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich beim nächsten Mal lieber wieder von unten nach oben arbeite – also mit wagerechten, aufeinander geklebten Platten. Das ist wesentlich einfacher.


STEP 13 C:


So, fertig mit eingipsen. Insgesamt habe ich nicht ganz eine Packung Moltofil (1 Kg) verbaut.


STEP 14:


Ich habe jetzt die letzten Details wie Zinnen auf den Mauern und Aquarium-Kies, sowie Vogel-Sand hinzugefügt.


STEP 15:


Als nächstes folgt die Bemalung. Zuerst habe ich die Felsen und die Mauern schwarz grundiert. Als Grundierung nehme ich eine Mischung aus Abtönfarbe und Leim. Für Stellen mit vielen kleinen Löchern verdünne ich dieses Gemisch noch mit Wasser und ein wenig Spülmittel, damit die Farbe gut verläuft. Außerdem sollte man beim Grundieren darauf achten, wieder wagerechte Pinselstriche zu machen, damit die Rillenstruktur erhalten bleibt. Bei senkrechten Pinselstrichen sammelt sich die Farbe darin.
Dann kam die erste Runde Trockenbürsten. Auch dafür habe ich wieder Abtönfarbe aus dem Baumarkt genommen: Eine Mischung aus viel Schwarz und ein wenig Weiß.
Beim Trockenbürsten sollte man jetzt übrigens nicht mehr wagerecht, sondern senkrecht pinseln, damit die Vertiefungen in der Rillenstruktur dunkel bleiben.


STEP 16:


Zwei Stellen gefielen mir noch nicht so: Die Felsen links neben der unteren Treppe und der Felsen links von der oberen Ebene. Hier habe ich noch eine wenig Styrodur dazu geklebt und ebenfalls eingegipst. Zudem habe ich noch ein paar Felsbrocken vor die eigentliche Felswand geklebt.

Danach folgten zwei weitere Farbschichten: Zum Einen habe ich noch einen Braunton zum Trockenbürsten genommen, zum Anderen habe ich an manchen Stellen ein sehr verdünntes Dunkelgrün aufgetragen und mit einem Taschentuch wieder abgetupft. So bekommen die Felsen ein wenig mehr Abwechslung in der Farbgebung.


STEP 17:


Ich habe die Felsen noch in zwei weiteren Farbschichten trocken gebürstet: Mittelgrau und als letztes hellgrau. Zum Schluss kommt die Begrünung: Die Grasfläche besteht aus drei verschiedenfarbigen Grassorten (Statisches Gras: Mai-Grün, Dunkel-Grün, Herbst-Grün), um eine gewisse Schattierung hinzubekommen, damit es nicht so langweilig aussieht. Dazu kamen dann noch ein paar Moosbüschel und das war’s dann auch schon.

Und damit die Rückseite einen wirklich sauberen Abschluss hat, habe ich noch eine schwarze Pappe von hinten gegengeklebt und passend zurecht geschnitten.

Weitere Bilder vom fertigen Gelände findet ihr hier: KLICK