Tutorial: eine Kirchenruine


STEP 11:


Damit die Kirche nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch im ersten Stock benutzt werden kann, baue ich noch eine Art „Rundgang“ aus Holz, der an den oberen Wänden entlang führt. Dieser besteht fast komplett aus Balsaholz – nur die Stufen der Treppe sind aus den Kaffee-Umrühr-Stäbchen einer großen, internationalen Fastfood-Kette.
Das Holz habe ich mit dem Cutter-Messer noch ein wenig nachbearbeitet, so dass es nach mehreren Planken aussieht. Zudem habe ich einfach mit dem Fingernagel noch eine leichte Struktur in Holz geritzt, damit man beim Trockenbürsten nachher auch was sieht.


STEP 12:


Für den Rundgang brauchen wir selbstverständlich noch entsprechende Halterungen. Diese sind wieder aus Schaumpappe gefertigt (leider ist das Foto etwas überbelichtet).


STEP 13:


Jetzt bekommt der Rundgang seine Bemalung. Ich habe mit einem dunklen Braun begonnen und dann in 3 heller werdenden Brauntönen trockengebürstet.


STEP 14:


Der nächste Schritt besteht eigentlich aus mehreren Schritten (leider habe ich hier nur ein Bild).

Zuerst einmal braucht die Ruine das, was alle Ruinen haben: Schutt und Schotter. Einzelne Steine aus Schaumpappe – umringt von Sand und Kies – geben der Ruine einen verwitterten Eindruck.

Danach habe ich alles schwarz grundiert. Das Problem dabei war, dass die Oberfläche der Schaumpappe etwas Struktur bekommen sollte. Spachtelmasse wollte auf der glatten Oberfläche allerdings nicht halten und von Strukturfarbe bin ich kein großer Freund. Gebäude sehen dadurch häufig so aus, als hätten sie Pickel.
Im Endeffekt habe ich etwas mehr Leim in die Farbe getan und die Wand beim Bemalen ein wenig „abgetupft“. Dadurch bekommt sie ausreichend Struktur, die man später fürs Trockenbürsten braucht.

Und damit wären wir auch schon beim nächsten Schritt. Die grundierte Fläche wird nun wie gewohnt trockengebürstet. Danach habe ich noch einige Stellen dunkel-grün gebürstet; ebenfalls für ein verwittertes Aussehen.

Der Boden rund um die Kirche ist braun. Später kommt Grasstreu darüber. Manche Leute bemalen die Stellen unter dem Grasstreu lieber grün, was ich aber unnatürlich finde. Schaut man in die Natur, wird man feststellen, dass bei jedem Rasen irgendwo die braune Muttererde durchschimmert. Warum sollte das bei unserem Gelände anders sein?


STEP 15:


Jetzt fehlt noch das Dach. Die Holzbalken sind aus Balsaholz, das genauso wie der Rundgang bemalt wurde. Die darüber liegenden Ziegl sind aus Pappe.
Bei der Bemalung habe ich mich für grün-türkis entschieden, wie man es häufig bei alten Kupferdächern findet.
Die Farbe sagt nicht jedem zu, also nehmt einfach, was Ihr mögt.


STEP 16:


Zum Schluss wird nur noch das Dach angeklebt und die Fläche rund um die Ruine mit Grasstreu versehen. Außerdem habe ich noch ein wenig hellgrünes Flock-Material an die Wände geklebt.

Und das war´s. Weitere Bilder der fertigen Ruine findet ihr hier: KLICK