Tutorial: Lustria-Pyramide

Dies ist ein Tutorial für den Bau einer einfachen Dschungel-Pyramide – angelehnt an die südamerikanischen Kulturen. Einsetzbar ist die Pyramide für Lustria, 40K Dschungel-Kämpfe, etc.

Ich habe die Pyramide vorab in Google Sketchup zusammen gebaut, um eine konkretere Vorstellung davon zu bekommen, wie die einzelnen Teile der Pyramide aussehen sollen. Man braucht schon ein wenig mehr Styrodur für dieses Bauwerk und da wollte ich Schwund vermeiden. Das Ganze sah dann so aus:

 

 

 


STEP 1:


Zuerst einmal brauchen wir die benötigten Materialien:

– eine 3 cm dicke Platte Styrodur aus dem Baumarkt (i.d.R. 60*120*3 cm)
– Holzleim, zb. Ponal (oder anderen Kleber, der das Styrodur nicht angreift)
– Farben (ganz nach Belieben)

Optinoale Materialien:

– 6 mm dickes Selitron oder Selitac oder welche Marke man gerade findet (ähnlich Styrodur, nur dünner. Findet man als Dämmstoffe beim Laminat oder in der Tapetenabteilung)
– Polyester Gießharz (findet man beim Autozubehör im Baumarkt)
– Flock (zum späteren Begrünen der Pyramide)

Und natürlich darf auch das Werkzeug zum Basteln nicht fehlen. Ich empfehle folgende Sachen:

– Cutter-Messer
– alten Pinsel oder Ähnliches zum Verteilen des Leims
– Lineal / Geodreieck
– Stift, z.B. Kugelschreiber
– Pinsel zum Malen
– Schleifpapier, um Schnittflächen gerade zu schleifen

Optionales Werkzeug:

– Hotwirecutter
– Säge (Styrodur lässt sich auch sägen)

Und dann kann´s mit dem Basteln losgehen. Als erstes schneide ich aus der Styrodurplatte mehrere Platten für die einzelnen Ebenen der Pyramide.


STEP 2:


Die einzelnen Ebenen der Pyramide sollen nicht einfach wie Stufen aufeinander gesetzt werden. Deswegen sind die Styrodurplatten alle leicht angeschrägt – genauer gesagt ist jede Platte oben 2cm schmaler als unten (Beispiel: oben 12*12cm, unten 14*14cm).
Mit einem Hotwire-Cutter sind die Platten recht einfach in die gewünschte Form zu bringen. Ohne einen HW-Cutter ist es aber auch zu schaffen.
Möglichkeit 1: Ihr nehmt ein normales Cutter-Messer und fahrt die Klinge ein Stück aus. Dann zeichnet ihr euch auf der Oberseite der Platte eine Hilfslinie, die einen Centimeter vom Rand entfernt ist. Entlang dieser Linie schneidet ihr nun mit dem schräg gestellten Cutter-Messer (von der oberen Hilfslinie zur unteren Kante der Platte).

Möglichkeit 2: Anstatt mit dem Hotwire-Cutter zu schneiden, arbeitet ihr vorsichtig mit einer handelsüblichen Säge.

In beiden Fällen solltet Ihr anschließend die Schnittfläche mit Schleifpapier bearbeiten, falls sie nicht ganz sauber ist.

 


STEP 3:


Nachdem alle Einzelteile in Form geschnitten (und abgeschliffen) sind, müssen noch ein paar Stücke heraus geschnitten werden. Dies habe ich ganz einfach mit einem Cutter-Messer gemacht. Die Schnitte sollten orentlich sein – sie müssen aber nicht perfekt werden. In diese Lücken kommt später die Treppe. Ihr müsst Euch überlegen, wie steil die Treppe verlaufen soll und wie weit sie in die Pyramide hinein ragt. Ganz oben solltet Ihr nur ein kleines Stück ausschneiden, das reicht schon, damit man unten eine ganze Menge heraus schneiden muss. Hierbei ist er hilfreich, wenn man sich vorher ein Sketchup-Modell am Rechner gebaut hat. Ich habe mich für eine recht steile Treppe entschieden, passend zu den südamerikanischen Pyramiden.

Jetzt werden die Platten einfach aufeinander geklebt. Achtet darauf, dass sie bei den ausgeschnittenen Stellen optimal zusammen passen. Um dem Ganzen noch mehr Stabilität zu geben, habe ich einzelne Platten durch Zahnstocher verbunden. Diese könnt Ihr einfach durch die Platte hindurch stechen. Genausogut kann man Schrauben, Nägel oder sonstiges nehmen.

 


STEP 4:


Jetzt kommen wir zur Treppe. Diese habe ich aus 6mm dickem Selitac gebaut. Selitac bekommt man in Baumärkten als Trittschalldämmung beim Laminat. Es lässt sich ähnlich leicht wie Styrodur bearbeiten, hat aber den Vorteil, dass man es auch recht dünn kaufen kann, was bei Styrodur nicht oder nur selten der Fall ist.
Solltet ihr kein Selitac oder ähnliches Material haben oder finden, dann könnte ihr auch Styrodur „dünn schneiden“. Hierfür empfehle ich wieder die Säge, allerdings sollte diese nicht zu grobschlächtig sein. Oder ihr schneidet die Treppe komplett aus einem großen Stück Styrodur. Oder, oder, oder… Es gibt da viele Möglichkeiten.

Die Treppe ist recht simpel aufgebaut: 2 Seitenwände und etwa 30 Stufen. Die Stufen werden alle aufeinander geklebt, so dass die Steigung der Stufen der Steigung der Seitenwände folgt. Und die wiederum folgt der Steigung der Pyramide.
Am Ende werden dann noch von links und rechts die Seitenwände angeklebt. Fertig ist die Treppe.

 


STEP 5:


Die Treppe wird nun einfach in die vorher zurecht geschnittene Öffnung geklebt. Sollte sie nicht ganz passen, müsst Ihr einfach die Öffnung ein wenig größer schleifen. Manchmal reicht es auch schon, mit einem flachen Gegenstand – beispielsweise einem Lineal – und ordentlich Druck über die Wände zu reiben. Das könnte den benötigten Millimeter bringen.
Jedenfalls sollte keine zu große Lücke zwischen den Seitenwänden der Pyramide und der Treppe entstehen.

 


STEP 6:


Der nächste Schritt macht Anfangs richtig Spaß und wird mit der Zeit zunehmend nerviger: Ihr müsst der Pyramide ihr Steinmuster geben.
Dafür nehmt ihr einen Kugelschreiber oder einen anderen, nicht zu spitzen Stift und dann kann´s losgehen. Jetzt wird mit leichtem Druck Stein um Stein eingezeichnet. Wenn ihr zu viel Druck ausübt, zerreißt ihr damit das Styrodur. Zieht also lieber die gleiche Linie 2-3 mal nach, anstatt mit einem kräftigen Strich Löcher ins Styrodur zu reißen.

Beim Muster seid ihr komplett frei. Ihr könnt große Steine machen, kleine Steine; runde Steine, eckige Steine, etc. Hauptsache, die gesamte Pyramide hat am Ende ein einheitliches Muster.

Ich habe mich für eine chaotische Mixtur aus großen und kleinen, eckigen und runden Steinen entschieden. Nur die Treppe wird aus kleinen Steinwürfeln bestehen – genauso wie der Weg, der zur Treppe führt.

 


STEP 7:


Nun folgt der untere Teil der Pyramide, der auch aus 2 Styrodurplatten besteht (ebenfalls 3 cm, ebenfalls mit abgeschrägten Rändern).
Bei der Bearbeitung der oberen Platte wird´s etwas knifflig. Hier habe ich die Blutbecken heraus geschnitten und ich wollte gerne auch hier die Schrägen beibehalten. Ohne einen Hotwire-Cutter ist dies nicht ganz so leicht – aber machbar. Nutzt hier allerdings lieber das Cutter-Messer statt der Säge.
Gut, ich zeichne also ein, wo die Pyramide sitzt, wo der Weg verläuft und wo die Blutbecken liegen. Danach bekommt der Weg zur Pyramide ein quadratisches Steinmuster. Am Ende des Weges liegt eine Treppe, die sich auf der darunter liegenden Platte fortsetzen wird.
Die Blutbecken habe ich so heraus geschnitten, dass die Seitenwände durchtrennt wurden (sieht man weiter unten auf einem Bild), denn das erleichtert das Arbeiten. Notwendig ist das natürlich nicht.

 


STEP 8:


Auf der unteren Platte setzt sich wie gesagt die kleine Treppe fort. Um die Stufen heraus zu schneiden, habe ich einfach den ganzen Treppenblock ausgeschnitten und später wieder eingeklebt.

Dann braucht natürlich auch diese Platte ihr Steinmuster. Allerdings nur an den sichtbaren stellen. Legt also einfach die obere Platte drauf und dann seht ihr, wie weit ihr die Steinstruktur einzeichnen müsst.

 


STEP 9:


Gleiches gilt für die zweite Platte. Stellt die Pyramide oben drauf, um zu sehen, welche Bereiche strukturiert werden müssen.

 


STEP 10:


Nun muss noch der Boden der Blutbecken sowie deren Wände ein Steinmuster bekommen. Ja, ja, ich weiß – auf Dauer eine sehr nervige Arbeit.

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